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May 3, 2019

Soundtouch 10 Lüftergeräusch

Hallo,
ich habe in meinem Schlafzimmer einen kleinen Soundtouch 10 stehen und vor ein paar Wochen festgestellt, dass das Gerät im eingesteckten Zustand und abgeschaltet ab in 5 Minutenabständen für ca. 10 Sekunden (grobe Schätzung) ein leises Rauschen von sich gibt. Ich bin der Meinung, dass es ein Lüfterrauschen ist.
Ich könnte verstehen, wenn so ein kleines Gerät eine aktive Kühlung hat aufgrund der Leistung, aber warum ist die im ausgeschalteten Zustand so oft kurz an?
Für einen selbsttest kommt mir das deutlich zu oft vor.
Man hört das Geräusch wirklich nur, wenn es ganz still ist, aber das kommt im Schlafzimmer oft vor 🙂

Meine Frage: Ist das normal?

Danke!
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Moderator

Re: Soundtouch 10 Lüftergeräusch

Hallo @Thorsten86,

 

danke für Deinen Post in der Community!

 

Das ist eine interessante Frage. Ich habe selbst zwei SoundTouch 10 Lautsprecher zu Hause und meine, dieses Verhalten nie bemerkt zu haben. Gerne kann ich aber selbst einen Test durchführen, um zu bestätigen, ob ich das nachstellen kann.

 

Einige Fragen, bevor ich das mache - Deine SoundTouch 10 ist im ausgeschalteten Zustand doch noch mit Deinem WLAN verbunden, oder? Das erkennt man ja an der linken LED, die im ausgeschalteten Zustand trotzdem [dunkel]weiß leuchtet.

 

Befindet sich Deine SoundTouch 10 in der Nähe von anderen Geräten, Möbelstücken usw.? Oder steht sie eher mit relativ viel Freiraum um sich?

 

Beste Grüße erstmal

-    Ben - Bose Support

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Apr 16, 2019

Betreff: Soundtouch 10 Lüftergeräusch

@Thorsten86ja es ist schon wie verhext: Da kauft man neue, teure Komponente für sein Haus, und nun brummt es, wenn der Lautsprecher still ist.
Das muss wohl am neuen Gerät liegen, schließlich hat es vorher nicht gebrummt, oder?
Ganz so einfach ist es aber leider nicht, dazu muss man sich klar werden, wie diese lästige Störung im Lautsprecher entsteht.
Das ist eigentlich ganz einfach und in der Praxis durch die Vernetzung vieler Einzelkomponenten dann oft doch sehr kompliziert.
Aber jeder kann, ganz ohne Messgeräte, relativ leicht analysieren, an welcher Stelle es klemmt.

Der Fachmann unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Brummstörungen wir nenen sie mal Variante "eins" und "zwei".
Da ist zum einen der Ausgleichstrom, um den soll es im Folgenden als "Variante eins" ausführlich gehen soll.

Die "Variante zwei" heißt mechanischer Brumm und ist relativ leicht erklärt und analysiert: Mechanisches Brummen entsteht, wenn große Transformatoren tatsächlich durch ihre eigenen magnetischen Kräfte physisch zu schwingen beginnen. Dann emittiert nicht der Lautsprecher das Störgeräusch, sondern das Netzteil der Komponente selbst. Dies kann im schlimmsten Fall ursächlich an einer ungeeigneten Konstruktion des Netzteils liegen, also ein Problem des Herstellers.

Zurück zur "Variante eins"

Im besseren Fall drehen wir die Polarität des Stecker einmal um 180° und stecken in wieder in die Steckdose, nun liegt + Steckdose und + Stromzuleitung übereinander und das Brummen hört damit auf.
Liegt das Problem nun aber an der Stromzufuhr im Haus generell, in diesen Fällen befindet sich neben dem 50-Hertz-Sinus mit 230 Volt noch ein Gleichspannungsanteil mit auf der Stromzuleitung.
Das soll zwar eigentlich nicht sein, kann aber gelegentlich doch mal vorkommen. Diese, in der Regel nur geringe, Gleichspannung schadet zwar den angeschlossenen Geräten nicht, kann aber bei Transformatoren dazu führen, dass diese sehr früh in ihre magnetische Sättigung kommen, und dann beginnen sie vor sich hin zu brummen - wohlgemerkt mechanisch auf Grund der magnetischen Kräfte in ihrem Inneren.
Um diese störende Gleichspannung wieder loszuwerden, bedarf es leider einigen Aufwands, denn mit einem schlichten Filter kommt man in diesem Falle nicht weiter.
Hiergegen helfen sinnvoll große Kaliber wie eine Burmester Power Conditioner oder die in-akustik Referenz Spannungsstabilisatoren.

Beide säubern die im Haus vorhandene Netzspannung von allen möglichen Schwingungsabweichungen ihres idealen Sinusverlaufs und können neben der schlichten Gleichspannungs-Unterdrückung zur Brummvermeidung weitere Klangvorteile bewirken.
Weniger aufwendig und preiswerter sind Trenntransformatoren, die die Netzspannung symmetrieren. An deren Ende kommen also keine 230 Volt plus eine Masseleitung mehr heraus, sondern zwei Mal 115 Volt in entgegengesetzter Phase. Die Spannungsdifferenz beträgt somit immer noch 230 Volt, die angeschlossenen Geräte funktionieren damit ganz normal, nur die meisten Störungen des Netzes, inklusive potentieller Gleichspannungsanteile, neutralisiert die Symmetrierung gegeneinander.
Auch in diesem Falle bringt ein möglicher klanglicher Fortschritt nicht nur Nutzen für das zu entbrummende Gerät.

Doch zurück zum elektrischen Brummen, das aus dem Lautsprecher kommt. Dieser entsteht durch so genannte Ausgleichsströme, die zwischen den elektrisch miteinander verbundenen Geräten entstehen. Das daraus entstehende Mischsignal beinhaltet am Lautsprecher angekommen dann neben der Musik auch das lästige Störgeräusch.
Dabei erwachsen die meisten Probleme dadurch, dass die Geräte eine unterschiedliche Masse - Erdung - besitzen. Und diese Problematik wuchs in den vergangenen Jahren dramatisch, vernetzen wir doch heute Video-, Audio- und Computerequipment, Multiraumkomponenten wie selbstverständlich miteinander.

Und die zu verbindenden Gerätschaften stecken fast immer in unterschiedlichen Steckdosen, vielleicht sogar in unterschiedlichen Stromkreisen in verschiedenen Zimmern, und verbinden sich Kabelfernseh-, Internetanschlüssen und dem lokalen Computernetzwerk. Diese Problematik verschärft sich immer dann, wenn auch noch ein Antennen- oder Kabelanschluss ins Spiel kommt, das sorgt im Hauseigenen Stromnetz für unsauberen (schmutzigen) Strom.
Praktisch immer liegt zwischen dem eigentlichen Empfang und der Dose im Zimmer eine Erdung des Leitungsschirms, die nicht exakt mit der Erdung des Stromanschlusses der Steckdose mit der Anlage übereinstimmt, sei es, dass ein Signalverstärker oder -verteiler am Dach Strom (und Erdung) aus seiner eigenen Steckdose bezieht, dass der Verteilerkasten der Kabelgesellschaft geerdet ist oder dass der Nachbar, mit seinem Anschluss über den Verteiler mit Ihnen verbunden, sein Massepotential mit auf die Leitung gibt. Weil sich die Potentialdifferenzen der Erdung immer über die Schirmung und damit die Masseleitung verteilen, spricht man auch von einer Masseschleife, denn über die Schirmung wird ein ungewollter Stromkreis geschlossen.

Der erste Griff des alten Routiniers für HiFi Komponenten bei hörbarem Brummen aus den Lautsprechern im Haus (auch Multiraum) geht daher an den oder die Antennen- oder Kabelsteckern! In den meisten Fällen verschwindet der Brumm ad hoc mit dem Abnabeln der Antennen oder des Kabelanschlusses aus der Anschlussdose. Das hauseigene Stromnetz ist nun wieder sauber.
Was dann hilft, ist ein so genanntes Mantelstromfilter. Wie der Name es bereits andeutet, verhindert es ein Schließen des störenden Stromkreises in dem mit der Masse verbundenen Mantel des Antennenkabels. Damit ist die äußere, leitende Schirmung des Kabels gemeint. Die Kunst der Herstellung eines solchen Filters besteht darin, es so zu konstruieren, dass es zwar die nervige Brummschleife eliminiert, jedoch das hochfrequente Antennen- oder Kabelsignal nicht beeinflusst.
Die preiswerte Variante verwendet schlicht einen Kondensator, der die niederfrequente Brummstörung blockiert, das hochfrequente Antennen- und Kabelsignal aber passieren lässt. Diese Filter sind als Zwischenstecker ab circa 15 Euro zu haben und funktionieren in Sachen "Brumm weg" sehr zuverlässig.

Sollte es doch das Netzteil der SoundTouch 10 sein wäre hier Bose dann gefragt.
PS ich habe alle meine Steckdosen im Haus mit + und - ausgephast, so das die +Leitung jedes Endgerätes immer im +Pol der Steckdose steckt, ist ein bischen Arbeit aber möglich, so gibt es keinen unsauberen Strom mehr im Haus.